Zahl der Industrie-Roboter klettert auf 260.000

Frankfurt am Main (26.09.2023) –

Die Automatisierung in deutschen Industrie-Unternehmen steigt. Laut dem neuen Jahrbuch “World Robotics 2023” der International Federation of Robotics (IFR) ist der operative Bestand auf 259.636 Einheiten gestiegen – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von fünf Prozent. Mit 25.636 neu installierten Robotern wurde 2022 das drittbeste Jahresergebnis erzielt, heißt es.

Weniger Roboter verkauft

Trotz der zahlenmäßigen Zunahme der Industrie-Roboter liegen die Verkaufszahlen mit minus einem Prozent nur knapp hinter dem Vorjahresergebnis. Das Allzeithoch aus dem Jahr 2018 betrug 26.723 Einheiten.

“Der operative Bestand an Industrie-Robotern in Deutschland ist mit einem Anteil von 36 Prozent der mit Abstand höchste in der EU. Der Absatz stieg seit 2017 bis 2022 jedes Jahr durchschnittlich um fünf Prozent”, so IFR-Präsidentin Marina Bill.

Auto- und Metall-Industrie

Die Automobilindustrie ist traditionell der größte Abnehmer und kommt auf 6.676 Einheiten im Jahr 2022. Damit lag der Absatz um 27 Prozent niedriger als im Vorjahr. In diesem Ergebnis spiegeln sich Lieferkettenprobleme wider, weist die IFR hin.

Weil elektronische Bauteile fehlten, mussten mehrere Automobilhersteller die Produktion 2022 vorübergehend einstellen – Investitionen in die Automation wurden entsprechend zurückgestellt, so die Schlussfolgerung der Analyse.

Die metallverarbeitende Industrie installierte laut IFR eine neue Höchstzahl von 4.187 Einheiten und erreichte 2022 ein Plus von 19 Prozent. An dritter Stelle folgen die chemische- und Kunststoff-Industrie nahezu mit dem Vorjahresergebnis mit 2.049 installierten Einheiten.

Die Roboter-Produktion ist in Deutschland 2022 um 20 Prozent auf 35.616 Einheiten auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Dies entspricht sechs Prozent der weltweiten Installationen. Von 2017 bis 2022 wuchs die deutsche Produktion um durchschnittlich sechs Prozent pro Jahr.

Florian Fügemann,
fuegemann@pressetext.com