Deutsche Elektro- und Digitalprodukte boomen

Frankfurt am Main (16.02.2023) –

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat 2022 so viel wie nie zuvor exportiert. Trotz des herausfordernden globalen Umfelds konnten 8,6 Prozent mehr Waren im Gesamtwert von 245,8 Mrd. Euro ausgeführt werden. Allein im Dezember 2022 beliefen sich die Exporte der Branche auf 20 Mrd. Euro und übertrafen damit den Wert des Vorjahresmonats um 6,7 Prozent, wie der Verband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI heute, Donnerstag, mitteilt.

Handelsdefizit ausgeweitet

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland beliefen sich im Dezember 2022 auf 21,3 Mrd. Euro. Das ist ein Zuwachs von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kumuliert von Januar bis Dezember, markierten auch die Importe einen neuen Höchststand bei 262,1 Mrd. Euro (plus 18,4 Prozent).

“Insbesondere lagen sie auf Gesamtjahressicht erstmals höher als die Elektroexporte”, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Das so resultierende Handelsdefizit summierte sich auf 16,3 Mrd. Euro. China war auch 2022 wieder der größte Exportabnehmer der Branche. Insgesamt wurden hierhin laut ZVEI Elektroerzeugnisse im Wert von 26,5 Mrd. Euro geliefert.

China, USA und Frankreich

Nach China und den USA auf Platz folgen Frankreich (plus 8,8 Prozent auf 15,5 Mrd. Euro), die Niederlande (plus 18,6 Prozent auf 14,3 Mrd. Euro) und Italien (plus 5,1 Prozent auf 12,3 Mrd. Euro). Auf Platz sechs liegt Polen mit 12,1 Mrd. Euro (plus 0,3 Prozent), gefolgt von Österreich (plus 6,7 Prozent auf 11,1 Mrd. Euro), Tschechien (plus 0,9 Prozent auf 10,9 Mrd. Euro), UK (plus 2,1 Prozent auf 9,3 Mrd. Euro) sowie Spanien (plus 8,2 Prozent auf 8,6 Mrd. Euro).

Florian Fügemann,
fuegemann@pressetext.com

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