Corona zieht Deutsche aus den Großstädten

München (19.07.2021) –

Die Abwanderung aus den deutschen Stadtzentren in den Speckgürtel setzt sich unvermindert fort – nicht zuletzt als Folge der Corona-Pandemie. Zu diesem Schluss kommt das Münchener ifo Institut http://ifo.de in seiner aktuellen Befragung zu den Wohnungspräferenzen in Deutschland. Zusammen mit dem Immobilienportal immowelt http://immowelt.de wurden über 18.000 Personen befragt.

Weniger kompromissbereit

13 Prozent der Befragten wollen Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern in den kommenden zwölf Monaten verlassen. Knapp die Hälfte (46 Prozent) mit kurzfristigen Umzugsplänen sagen, dass die Corona-Pandemie ihre Entscheidung beeinflusst habe. “Viele Befragte geben an, in Zukunft weniger Kompromisse bei den eigenen Wohnverhältnissen machen zu wollen, da sie aufgrund der Pandemie mehr Zeit zu Hause verbringen”, sagt Jan-Carl Mehles, Leiter der Marktforschung bei immowelt und Koautor der Studie.

Meistgenannte Ziele sind kleinere Großstädte mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern und suburbane Räume im Speckgürtel der Großstädte. Der ländliche Raum spielt nur eine untergeordnete Rolle, so die Autoren. Familien mit Kindern und jüngere Altersgruppen in der Familiengründungsphase streben in den suburbanen Raum und in kleinere Großstädte. “Unsere Ergebnisse legen nahe, dass eine bessere Anbindung des suburbanen an den urbanen Raum und ein Ausbau der Bildungsinfrastruktur in den betroffenen Kommunen an Bedeutung gewinnen werden”, so Mathias Dolls, ifo-Forscher und Koautor der Studie.

Florian Fügemann,
fuegemann@pressetext.com

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