Corona-Lockdows bremsen Bierabsatz ein

Wiesbaden (30.07.2021) –

Die seit dem zweiten Lockdown Anfang November letzten Jahres erneut geschlossenen Restaurants, Bars und Hotels haben den Bierabsatz in Deutschland merklich sinken lassen. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes http://destatis.de ist der Bierabsatz im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent beziehungsweise 113,4 Mio. Liter gesunken. Laut den Statistikern haben die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager im ersten Halbjahr 2021 rund 4,2 Mrd. Liter Bier abgesetzt. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Bier nicht enthalten, heißt es.

Biermischungen hoch im Kurs

80,4 Prozent des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Der Inlandsabsatz sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 um 4,9 Prozent auf 3,3 Mrd. Liter. Die restlichen 19,6 Prozent beziehungsweise 816,6 Mio. Liter wurden steuerfrei (als Exporte und als sogenannter Haustrunk) abgesetzt. Das waren 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon gingen 379,7 Mio. Liter (plus 3,5 Prozent) in EU-Staaten, 431,5 Mio. Liter (plus 11,9 Prozent) in Nicht-EU-Staaten und 5,5 Mio. Liter (minus 5,2 Prozent) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Bei Biermischungen war im ersten Halbjahr ein Anstieg zu verzeichnen. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 wurden 8,4 Prozent mehr Biermischungen abgesetzt. Sie machten mit 238,9 Mio. Litern allerdings nur 5,7 Prozent des gesamten Bierabsatzes aus. Der zweite Lockdown führte in den Monaten Januar (minus 27 Prozent) und Februar (minus 19,1 Prozent) zu einem starken Rückgang beim Bierabsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach der Lockerung der Beschränkungen erholte sich auch der Bierabsatz wieder. Im März wurde im Vergleich zum Vorjahresmonat 12,4 Prozent und im Juni 11,2 Prozent mehr Bier abgesetzt. Langfristig betrachtet geht der Bierabsatz in Deutschland seit Jahren kontinuierlich zurück.

Florian Fügemann,
fuegemann@pressetext.com

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