Absatzschwund an deutschen Tankstellen

Wiesbaden (11.07.2022) –

Deutschlands freie Tankstellen beklagen hohe Umsatz-Einbußen: Im Mai 2022 haben sie real (preisbereinigt) um 11,7 Prozent weniger Umsatz erwirtschaftet als im Februar. Dies belegt eine am heutigen Montag veröffentlichte Analyse des Statistischen Bundesamtes http://destatis.de . Dies bedeutet zugleich, dass sie im Mai 11,7 Prozent weniger Kraftstoff verkauft haben als im Februar.

Starker Einbruch im März

Den stärksten Einbruch beim Umsatz hatten die Tankstellen im laufenden Jahr laut Analyse bislang im März zu verzeichnen: im Vergleich zum Vormonat fielen ihre realen Umsätze um 5,5 Prozent. Die nominalen Umsätze erzielten dagegen einen Rekordwert.

Die Differenz zwischen nominalen und realen Ergebnissen spiegelt dem Statistischen Bundesamt zufolge die teils hohen Preissteigerungen beim Kraftstoff wider. Der Anstieg, der schon seit Januar 2021 zu beobachten war, verstärkte sich mit dem Krieg in der Ukraine sprunghaft: Super E5 kostete im März 2022 17,8 Prozent mehr als im Februar. Seitdem unterliegen die Spritpreise größeren Schwankungen, lagen für Super E5 im Mai aber trotzdem 17,5 Prozent über dem Wert vom Februar.

Lutz Steinbrück,
steinbrueck@pressetext.com

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