E-Commerce: Kartons verteuern Entsorgung


Berlin (09.01.2019) -

Pappkartons:
Entsorgungskosten steigen immer mehr
(Foto: pixabay.de, skeeze)

Pappkartons von online bestellten Waren werden zunehmend zum Entsorgungsproblem und treiben die Kosten für die deutsche Abfallwirtschaft in die Höhe. Laut einer vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) http://vku.de in Auftrag gegebenen Studie liegt der aktuell volumenbezogene Verpackungsanteil in der Tonne zwischen 64 und 70 Prozent. Bisher ist man jedoch von 15 bis 20 Prozent Verpackungsanteil ausgegangen.

Bürger zahlen bereits beim Kauf

"Das wirkt sich auf die Müllgebühren aus, die die Bürger zahlen müssen. Sie zahlen derzeit doppelt für die Entsorgung von Verpackungen aus Papier und Pappe. Das kann nicht sein", so VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp. "Die Kosten für die Papierentsorgung teilen sich Kommunen und duale Systeme. Bisher zahlen die dualen Systembetreiber im Durchschnitt nur 15 bis 20 Prozent - viel zu wenig also in Anbetracht des enorm gestiegenen Verpackungsanteils."

Laut dem VKU-Chef lastet derzeit ein zu hoher Anteil der Sammelkosten für Kartonagen auf den Gebührenzahlern, obwohl diese für deren Entsorgung bereits beim Kauf bezahlt haben. "Dem müssen sich die Systeme stellen: Sie müssen Wege finden, die Versandhändler in angemessener Höhe an den Kosten für die Altpapiersammlung zu beteiligen. Das wäre auch ökologisch vorteilhaft: Der finanzielle Druck könnte für Versandhändler Anreize schaffen, über Alternativen zu dieser exzessiven Verpackungsflut nachzudenken", unterstreicht Hasenkamp.


pressetext.redaktion,
Florian Fügemann



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