China-Rivalen verhageln SMA Solar das Quartal


Niestetal (08.11.2018) -

SMA Solar:
Unternehmen bekommt Gegenwind aus China
(Foto: sma.de)

Der nordhessische Solarkonzern und Wechselrichterspezialist SMA Solar http://sma.de ist im dritten Quartal mit netto 2,7 Mio. Euro nach einem Gewinn von 16 Mio. Euro vor Jahresfrist abgerutscht. "Für 2018 rechnen wir im weltweit größten Solarmarkt China mit einem Markteinbruch um 26 Prozent", so SMA-Vorstandschef Jürgen Reinert.

Kunden verschieben Investitionen

Laut dem Management des in Niestetal ansässigen Unternehmens streben immer mehr chinesische Anbieter auf die internationalen Märkte. Das führe zu einem "massiven" Preisdruck, was sich bei SMA an den Geschäftszahlen deutlich ablesen lässt. Reinert erklärt den signifikanten Rückgang des Gewinns damit, dass Investoren in der Erwartung noch geringerer Preise geplante Investitionen gezielt aufschieben. Dies ist laut den Hessen ein Hauptgrund dafür, warum der Auftragseingang stark hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei.

Reinerts Vorgänger Pierre-Pascal Urbon schwor die Aktionäre und Mitarbeiter bereits im September auf schwierige Zeiten ein und senkte die Jahresziele. Auf der Umsatzseite sollen zwischen 800 und 850 Mio. Euro erreicht werden. Das Betriebsergebnis (EBITDA) soll nach Sondereffekten ausgeglichen bis leicht negativ ausfallen. Zum Vergleich: SMA Solar hatte zuvor mit einem Umsatz von 900 Mio. Euro bis eine Mrd. Euro gerechnet. Das EBITDA sollte zwischen 90 bis 110 Mio. Euro ausmachen. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (13:26 Uhr) notiert das SMA-Solar-Papier mit einem leichten Plus von 0,37 Prozent bei 21,70 Euro.


pressetext.redaktion,
Florian Fügemann



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