US-Bürger haben düsteren Finanzausblick


Washington (15.01.2019) -

Ursache für Pessimismus liegt im Weißen Haus
(Foto: Linda Dahrmann, pixelio.de)

Die Mehrheit der US-Amerikaner rechnet für 2019 mit einem finanziell schwierigen Jahr. Mehr als 50 Prozent sehen nicht, dass sich ihre finanzielle Situation verbessert, so ein Report des US-Finanzportals "Bankrate.com". Darin sind 11,7 Prozent enthalten, die eine Verschlechterung erwarten, und 43,7 Prozent, die auf dem aktuellen Niveau verharren.

Haushaltsstreit als Ursache

Die Befragung fand vom 14. bis 16. Dezember 2018 statt. Zu dem Zeitpunkt war das Vertrauen der Bürger in die Entwicklung des Aktienmarktes auf ein Fünf-Monats-Tief gesunken. Gleichzeitig waren die Befragten davon überzeugt, dass der Weltmarkt 2019 stagniert. Die Haushaltssperre, mittlerweile die längste in der US-Geschichte, drückte zusätzlich die Stimmung, ebenso wie der Handelsstreit mit China.

Die Umfrage hat 1.000 repräsentativ ausgewählte US-Bürger befragt, die 18 Jahre und älter waren. Die mögliche Fehlerrate wird mit plus/minus drei Prozent angegeben. Die US-Bürger zeigten sich pessimistisch, obwohl es ein Plus bei Löhnen und Gehältern gab. Arbeiter verdienten am Jahresende 2018 im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor, berichtet das staatliche Bureau of Labor Statistics https://bls.gov . Auch die Einkommen der Haushalte stiegen, bereinigt um die Inflation, in diesem Zeitraum an.

Unsichere eigene Zukunft

Nahezu die Hälfte (49 Prozent) der Pessimisten machten die politische Führung in Washington für die erwartete finanzielle Verschlechterung verantwortlich. Auf Platz zwei (38 Prozent) landete die Sorge vor steigenden Lebenshaltungskosten. 37 Prozent (Platz drei) machten höhere Schulden für den Niedergang verantwortlich.

Der Ausblick, den der Report gewährt, zeichnet nicht alles in düsteren Farben. Bei den Jüngeren (18 bis 37 Jahre) ergab die Umfrage etwas völlig anderes. In dieser Gruppe rechnen 60 Prozent damit, dass sich ihre finanzielle Situation im laufenden Jahr verbessert. Bei den Älteren sind es nur 35 Prozent. Das mag daran liegen, dass jüngere Amerikaner ein niedrigeres Einkommen haben als ältere. Das erscheint ihnen wohl leichter ausbaubar.


pressetext.redaktion,
Wolfgang Kempkens



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