Munich Re legt drittes Aktienrückkaufprogramm auf


München (11.03.2015) -

Bilanz:
Unternehmen erwartet 2015 Gewinnrückgang
(Foto: munichre.de)

Der weltweit führende Rückversicherer Munich Re https://munichre.de hat heute, Mittwoch, das dritte Aktienrückkaufprogramm in anderthalb Jahren angekündigt. Laut dem Management sollen bis 2016 Wertpapiere im Wert von bis zu einer Mrd. Euro gekauft werden. Für die kommenden Monate stellt sich das Unternehmen aufgrund des härteren Wettbewerbs und niedriger Zinsen allerdings auf einen deutlichen Gewinnrückgang ein.

2,5 bis 3,2 Mrd. Euro Gewinn

Der geringere Gewinn trübt die Laune der Börsianer. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (12:36 Uhr) notiert das Papier mit einem leichten Abschlag von 1,06 Prozent bei 18,51 Euro. Die Münchner folgen wegen der großen Konkurrenz auf dem Markt dem Trend der Branche und schütten ihr Kapital lieber an die Eigentümer aus - so zuletzt geschehen bei Swiss Re und der Hannover Rück. Ende Februar hatte Munich-Re-CFO Jörg Schneider den Schritt angekündigt.

Wenig berauschend ist der Forecast für 2015. Munich Re rechnet mit einem Rückgang des Gewinns auf 2,5 bis drei Mrd. Euro nach 3,2 Mrd. Euro 2014. Laut dem Konzern ist diese große Spanne den politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten geschuldet. Die rekordniedrigen Zinsen tun ihr Übriges, Neuanlagen sind weniger lukrativ. Das Kapitalanlageergebnis könnte auf sieben Mrd. Euro fallen, die Rendite würde in diesem Fall auf rund drei Prozent sinken.

Großschäden vermasseln die Tour

Für 2015 geht Munich Re nicht davon aus, dass es so wenige Großschäden wie in 2014 geben wird. So taxieren die Münchner die Belastungen durch Großschäden in diesem Jahr auf knapp zwei Mrd. Euro. In der Schaden- und Unfallrückversicherung geht die Konzernspitze von einer Schaden-Kosten-Quote von rund 98 Prozent aus. Bei Werten von unter 100 Prozent sind Zahlungen für Schäden und die Verwaltung noch durch die Prämieneinnahmen gedeckt.


pressetext.redaktion,
Florian Fügemann



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