Ölpreis-Tief macht Tanken und Heizen immer billiger


Hamburg (15.12.2014) -

Frau an der Zapfsäule:
freut sich über fallende Preise
(Foto: pixelio.de, Neumi)

Billiges Rohöl auf den internationalen Märkten aufgrund geringerer Nachfrage wirkt sich auch hierzulande positiv auf die Verbraucher aus. In der Folge sind Heizöl und Benzin immer günstiger zu haben. Allein der Preis für Heizöl ist in den vergangenen drei Monaten um rund 20 Euro je 100 Liter gefallen. Aber auch die Tankstellen geben die Nachlässe an ihre Kunden weiter.

Margen fallen höher aus

Binnen drei Monaten ist der Preis für Diesel von 1,35 auf 1,20 Euro je Liter, für Superbenzin E10 von 1,51 auf 1,31 Euro je Liter gesunken. "Die Tankstellen haben den gesunkenen Öl-Weltmarktpreis unvermindert an die deutschen Verbraucher weitergegeben", lässt sich ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes https://mwv.de zitieren. Seit dem Sommer seien sowohl der Ölpreis gerechnet in Euro als auch der Benzinpreis vor Steuern um je rund 20 Cent je Liter gefallen. Auf Benzin laste der feste Kostenblock von 65 Cent Mineralölsteuer je Liter.

Doch wer glaubt, dass die gegenwärtigen Preise schlecht sind für Raffinerien und Tankstellen, der irrt sich. "Weil die Produktpreise den Rohölpreisen mit einer gewissen Zeitverzögerung folgen, konnten in einer von Überkapazitäten gekennzeichneten Marktsituation selbst die unwirtschaftlichsten Raffinerien wieder Gewinne erwirtschaften", zitiert das Handelsblatt den Hamburger Energie-Informationsdienst https://eid.de . Ein Blick auf die Margen der Tankstellen zeigt: Im zweiten Halbjahr fielen diese bislang höher aus als in den ersten sechs Monaten.

500 Mio. Euro Gewinn 2014

Aktuellen Prognosen der Experten nach wird die Mineralölindustrie 2014 einen Gewinn von 500 Mio. Euro oder fünf Euro je Tonne erreichen, was eher schwach ist. Die Kosten für die Importe fallen. Den vorläufigen Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nach sanken die Rohöleinfuhren in den ersten zehn Monaten um 2,6 Prozent auf 73,8 Mio. Tonnen. Die deutsche Ölrechnung fiel mit 42,8 Mrd. Euro um 3,7 Mrd. Euro geringer aus.


pressetext.redaktion,
Florian Fügemann



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