Ökostrom: Taten statt heißer Luft


Wien (20.06.2017) -

Allein darüber reden, ist zu wenig. So könnte man das heute begonnene "Austrian World Summit" kommentieren. Seit Jahren fehlen in Österreich die Taten zum Klimaschutz. Das Ökostromgesetz ist nur ein Beispiel dafür. Seit vier Jahren wird es diskutiert. "Ende Juni könnte es im Parlament beschlossen werden, wenn sich SPÖ und ÖVP endlich dazu durchringen den vielen Klimaschutzversprechungen Taten folgen zu lassen", bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Mit Arnold Schwarzenegger als internationaler Prominenz beginnt heute das "Austrian World Summit". Mit dabei die halbe Regierungsmannschaft. Nach dem Motto "Less talk - More Action" will Arnold Schwarzenegger mit vielen positiven Beispielen sichtbar machen, dass Umwelt- und Klimaschutz eine große Chance, eine echte "opportunity" sind und kein Hindernis. Zur selben Zeit haben sich die Erneuerbare-Energien-Verbände auf dem Heldenplatz versammelt um auf genau das hinzuweisen. "Die österreichischen Politiker sprechen gerne und sehr viel über Klimaschutz und den Ausbau der erneuerbaren Energien", bemerkt Moidl und setzt fort: "Die Umsetzung der vielen Versprechungen lässt aber auf sich warten. Und so geht der Ausbau an erneuerbaren Kraftwerken wie Windkraftanlagen seit Jahren zurück."

Klimawandel wird uns teuer zu stehen kommen

In Österreich wird der Klimawandel ohne Gegenmaßnahmen bis 2050 Schäden in einer Höhe von bis zu 8,8 Milliarden Euro jährlich verursachen, besagt eine Studie von Umweltministerium und Klimafonds. Eine der wichtigsten Gegenmaßnahmen ist der Umbau des Energiesystems auf erneuerbare Energien. "Auch hier wird in der österreichischen Politik viel heiße Luft produziert", bemerkt Moidl. "Greenjobs sind die Arbeitsplätze von morgen und damit eine Chance für unsere Jugend. Länder, die hier vorne sind, werden zu den Gewinnern zählen", lässt Bundeskanzler Kern in der Ankündigung zum "Austrian World Summit" verlautbaren und auch 40 Milliarden Euro Investitionen bei den erneuerbaren Energien und 45.000 Arbeitsplätze des "Plan A" fehlen dabei nicht.

"Wo aber bleiben die Rahmenbedingungen für die besagten Investitionen und die Greenjobs?", fragt Moidl. "Der letzte Beschluss für ein Ökostromgesetz ist bereits sechs Jahre her. Es bedarf jetzt bis Ende Juni der Umsetzung der Ökostromnovelle im Parlament." Die Novelle könnte in Summe 6.500 Arbeitsplätze schaffen und weitere 3.500 sichern und zusätzlich sofort ein Investitionsvolumen von mehr als zwei Milliarden Euro auslösen. Kommt die Novelle nicht, gehen Arbeitsplätze und Investitionen verloren anstatt die Energiewende für unsere Zukunft voranzutreiben. Allein 260 fertig genehmigte Windkraftwerke können nicht gebaut werden, wenn das Ökostromgesetz nicht geändert wird. "Klimaschutz braucht Taten", fordert Moidl.

10.000 ÖsterreicherInnen fordern rasche Umsetzung der Ökostromnovelle

Am Donnerstag werden die Erneuerbare-Energien-Verbände und die Umweltschutzorganisationen die in den letzten zwei Wochen eingegangen Unterschriften für eine rasche Umsetzung der Ökostromnovelle der Regierung übergeben um einmal mehr klar zu machen, dass die Bevölkerung eine rasche Energiewende wünscht. Über 10.000 Österreicher und Österreicherinnen haben die Petition bereits unterzeichnet.

Alle Informationen zur Online-Petition unter:
https://www.erneuerbare-energie.at/petition

Presseaussendung EEÖ:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170620_OTS0005/eeoe-klimaschutz-durch-oekostromgesetz-just-do-it


Mag. Martin Fliegenschnee-Jaksch
m.fliegenschnee@igwindkraft.at



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