GIN: "Spitze für den Winterbau!"


Ostfildern (GIN) (13.02.2014) -

Fertigung nach Vorstellung
(Foto: Andrea Nuding für den GIN, Ostfildern)

Schneematsch, Feuchtigkeit und Regen tun keinem Rohbau gut. Ziehen am Himmel dunkle Wolken auf, muss es auf dem Bau daher mitunter schnell gehen. Einerlei, ob die tragenden Umfassungswände frisch gemauert sind, ob sie aus Holz oder aus Beton bestehen, halbfertige Neubauten sind vor Nässe generell zu schützen. Damit sich im Gebäude erst gar keine Pfützen bilden, bietet sich die Ausführung der Dachkonstruktion mit Nagelplattenbindern an. Sie werden von GIN-Mitgliedsunternehmen maßgenau in trockenen Hallen vorgefertigt und zum Montagezeitpunkt just-in-time geliefert. Sobald das Tragwerk steht, kann das Dach auch schon eingedeckt werden. Das Plus an Schnelligkeit macht sich auf Winterbaustellen bezahlt.

"Jeder Baufachmann weiß, dass das Bauen ein ewiger Kampf gegen das Wasser ist. Sobald der Rohbau steht, sollte man mit der Dacheindeckung nicht allzu lange warten. Nagelplattenkonstruktionen zeigen ihre besonderen Stärken gerade auch beim Winterbau: Binderweise vorgefertigt, steht das Dachtragwerk erheblich schneller, als wenn es aus unzähligen Einzelteilen von Hand vor Ort errichtet wird", sagt Dipl.-Ing. Ralf Stoodt, Obmann des Güteausschusses der Gütegemeinschaft Nagelplattenprodukte e.V.. Er empfiehlt, die Vorteile des vorelementierten Bauens mit Nagelplattenbindern angesichts des oftmals wechselhaften Wetters konsequent zu nutzen.

Wetter im Wandel

Ob es am Klimawandel liegt oder an den Launen der Natur - fest steht, dass Starkniederschläge in Europa häufiger und heftiger werden. Darauf haben sich die Bauwirtschaft und ihre Auftraggeber einzustellen. Schnell zu errichtende, dennoch sichere und robuste Konstruktionen sind künftig umso mehr gefragt. Das Bauen mit vorgefertigten Elementen bietet hier die Chance, wetterexponierte Gewerke zügiger als früher fertigzustellen. Für das Bauwerk als Ganzes kann das nur von Vorteil sein, denn eine intakte Dacheindeckung ist Voraussetzung dafür, dass Feuchtigkeit, Nässe und Regen vom Gebäude ferngehalten werden. Das erfordert, dass das Dachtragwerk nach dem Stellen der Umfassungswände kurzfristig eindeckbereit zur Verfügung steht. Aus güteüberwachten Nagelplattenbindern der GIN-Mitgliedsunternehmen lässt es sich von werksgeschulten Mitarbeitern, die der Hersteller entsendet, oder von Monteuren des Bauunternehmens kurzfristig errichten.

Punktgenaue Tragwerksplanung

Tragwerke aus Nagelplattenbindern erweisen sich in der Praxis als überaus verlässlich. Denn die Bindergeometrie, die Größe und die Anordnung der Nagelplatten werden von Spezialsoftwareprogrammen objektspezifisch kalkuliert. "Am schnellsten und rationellsten geht die Binderfertigung vonstatten, wenn die eingesetzte Konstruktionssoftware in einem Arbeitsgang auch die Bereitstellung der Daten zur Steuerung der Zuschnittsägen und der Pressen übernimmt. Denn dann läuft alles wie am Schnürchen", merkt GIN-Obmann Ralf Stoodt an. Das jeweilige Ergebnis ist jedoch höchst individuell: Jeder Binder wird so hergestellt, dass er der vorausberechneten statischen Erfordernis seiner Montageposition exakt entspricht.

Verzinkt oder aus Edelstahl

Nagelplattenbinder bestehen aus Holz und Metall. Für sicheren Zusammenhalt der verschiedenen Holzstäbe sorgen Nagelplatten, die in zahlreichen Ausführungen verfügbar sind. Sie ermöglichen Tragwerkkonstruktionen, die vom einfachen Dachstuhl bis hin zu komplexen Fachwerkkonstruktionen reichen. Die metallischen Holzverbindungsmittel bestehen zumeist aus verzinktem Stahlblech. Sie werden in unterschiedlichen Formaten und Dicken für die verschiedenartigsten Anforderungsprofile rationell und kostensparend in Großserien hergestellt. Darüber hinaus gibt es für besondere Korrosionsschutzanforderungen qualitativ sehr hochwertige Edelstahlausführungen, die von den Herstellern im Interessenverband Nagelplatten für die meisten gängigen Modelle angeboten werden.

Für sichere Verbindungen

Das Einpressen der Nagelplatten ins Holz erfolgt an den vorausberechneten Knotenpunkten entweder halb- oder vollautomatisch. Je nach Bindergröße und Anforderungsprofil kommen dabei unterschiedliche Pressen zum Einsatz, die einen variabel dosierbaren Druck von bis zu 200 t auf den Punkt genau entfalten können. GIN-Mitgliedsunternehmen nutzen unter anderem
- zum Einpressen von Nagelplatten in einzelne außenliegende Knotenpunkte kompakte "C-Pressen";
- für kleine Nagelplattenkonstruktionen wirtschaftliche "Tischpressen";
- für das zeitgleiche Einpressen von Nagelplatten aller Typen und Größen an mehreren Knotenpunkten hydraulische "Flächenpressen";
- für die durchlaufende Binderproduktion in großen Stückzahlen auf industriellen Fertigungsstraßen rationelle "Rollenpressen".

High-Tech-Produkte

Die modernen Presseinrichtungen sind zum Teil mit Laserscannern ausgerüstet, um das exakte Positionieren der Nagelplatten auf den jeweiligen Knotenpunkten sicherzustellen. Die Prozesssteuerung der Pressen erfolgt bei High-Tech-Ausführungen vollautomatisch durch Übernahme aller Konstruktionsdaten aus dem Planungsprogramm. Das hat den Effekt, dass Nagelplattenbinder mit maximal denkbarer Präzision bei vergleichsweise geringem Materialverbrauch so wirtschaftlich, stabil und umweltschonend wie nur möglich hergestellt werden. Weitere wissenswerte Informationen über Nagelplatten und -produkte sowie über den Interessenverband GIN finden sich im Internet auf https://www.nagelplatten.de. (az)

GIN-Veranstaltungen im Februar 2014 Programme auf https://www.nagelplatten.de
14.02.2014: Riedenburg-Jachenhausen GIN-Montageseminar, veranstaltet bei Fa. Jura-Holzbau in Riedenburg
21.02.2014: Dorint Hotel an der Messe Köln während Messe Dach+Holz, GIN-Montageseminar,
veranstaltet von Fa. Opitz Holzbau im Dorint Hotel an der Messe in Köln
22.02.2014: Mercure Hotel Severinshof in Köln GIN-Mitgliederversammlung 2014: Einladungen werden individuell verschickt

Über den GIN
>Starke Verbindungen!< Nach dieser Maxime handelt die Gütegemeinschaft Nagelplattenprodukte e.V. (GIN) als Interessenverband für annähernd 50 Hersteller und Verarbeiter von Nagelplatten: "Nagelplatten werden vor allem im Dach- und Wandbereich von Wohnhäusern, Supermärkten, Gewerbe-, Produktions- und Lagerhallen, landwirtschaftlichen Gebäuden, öffentlichen Einrichtungen wie Sporthallen sowie für Brückenschalungen etc. als extrem belastbare Verbindungsmittel eingesetzt", erläutert GIN-Geschäftsführer Joachim Hörrmann. Das "RAL-Gütezeichen Nagelplattenprodukte", das alle Mitglieder der Gütegemeinschaft Nagelplattenbinder führen, bürgt dabei für sichere, maßgenaue Verbindungen von Holzelementen mit einer Spannweite von bis zu 35 m sowie für gebäudespezifische Tragsysteme von allerhöchster, dauerhafter Qualität.

Gemeinnützig und solidarisch unterstützt der GIN seine Mitgliedsfirmen in allen Fragen, die sich im Hinblick auf technisch vorbildliche und wirtschaftlich vorteilhafte Einsatzmöglichkeiten von Nagelplatten am Bau ergeben. Zugleich ist der Interessenverband Ansprechpartner und Auskunftsquelle für Architekten, Hausbauunternehmen, Bauämter, Zimmerei-, Dachdecker- sowie weitere Handwerksbetriebe, die Nagelplatten und Nagelplattenprodukte bei der Verwirklichung unterschiedlichster Bauvorhaben konstruktiv verwenden. 1972 gegründet, gehört der GIN der Verbändegemeinschaft FORUM HOLZBAU an, hat seinen Sitz in Ostfildern bei Stuttgart und wird von Jochen Meilinger (1. Vors.), Kay-Ebe Schnoor (2. Vors.) und Joachim Hörrmann (Geschäftsführer) vertreten.


GIN e.V.,
Achim Zielke M.A.

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