Deutsche fordern Verkaufsverbot für Stinke-Autos


Berlin (15.09.2017) -

Verbrennungsmotor:
Das wollen Deutsche nicht
(Foto: Rudolpho Duba, pixelio.de)

Vier von zehn Deutschen (42 Prozent) befürworten ein Verkaufsverbot von Autos mit Verbrennungsmotor spätestens ab dem Jahr 2050, jeder Elfte (neun Prozent) wünscht sich das sogar bereits ab 2030. Nur gut jeder Vierte (28 Prozent) lehnt ein Verkaufsverbot grundsätzlich ab. Das hat eine aktuelle Umfrage des Berliner Digitalverbands BITKOM https://bitkom.org ergeben.

Fehlendes Angebot belastet

"Die Autokäufer sind schon weiter als viele Hersteller. Die Nachfrage dreht sich, es fehlt aber weiterhin das Angebot", so BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "E-Autos sind wartungsärmer und bieten einen hohen Fahrkomfort, zugleich sind sie umweltfreundlicher und können einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Deutschland liefern."

Die Kaufinteressenten sehen das ähnlich. Als Vorzüge von E-Autos werden genannt, dass sie umweltfreundlicher (72 Prozent) und leiser (43 Prozent) als herkömmliche Fahrzeuge sind. Nur rund jeder Dritte (31 Prozent) nennt eine Kaufprämie als Vorteil. Kritik gibt es vor allem wegen der fehlenden Verfügbarkeit von Ladestationen (70 Prozent), der geringen Reichweite (63 Prozent) und dem zeitaufwendigen Ladevorgang (60 Prozent). Jeder Zweite (53 Prozent) hält Elektroautos für zu teuer, jeder Fünfte befürchtet, dass im E-Mobil der Fahrspaß verloren geht.

"Henne-Ei-Problem lösen"

"Wir müssen das Henne-Ei-Problem lösen. Politik, Hersteller und Energieversorger sollten alles dafür tun, damit die Infrastruktur für E-Mobilität in Deutschland geschaffen wird. Noch hat Deutschland die Chance, bei der E-Mobilität Vorreiter zu werden", sagt Rohleder. Denn aktuell befürchten vier von zehn Bundesbürgern, dass die deutsche Automobilindustrie die Wende hin zu Elektroautos verpasst. Zugleich sind sich 44 Prozent sicher, dass sich bis 2030 die Marktanteile der heute bekannten Autohersteller durch Elektroautos massiv verschieben.




Florian Fügemann,
fuegemann@pressetext.com



Advertising