"Blade Gunner": Kostüm verhöhnt Oscar Pistorius


Urban (24.10.2017) -

"Blade Gunner":
Kostüm versetzt Social Media in Aufruhr
(Foto: amazon.com)

Das britische Unternehmen Fancy Dress https://fancydresscompany.co.uk hat mit dem unter anderem auf Amazon angebotenen Halloween-Kostüm "Blade Gunner" für einen handfesten Skandal gesorgt. Die Verkleidung spielt auf den südafrikanischen Sprintstar Oscar Pistorius an, der wegen des Mordes an seiner Freundin Reeva Steenkamp 2016 verurteilt wurde. Wegen massiver Proteste im Social Web wurde das Kostüm wieder zurückgezogen.

Spielzeugpistole inklusive

Für 26 Pfund (rund 29 Euro) konnten Interessierte das Kostüm, bestehend aus Shirt, Shorts, Fußbedeckung und Knieschoner, bestellen. Das Shirt hat die Farben gelb und grün, was die südafrikanischen Farben symbolisiert. Die Fußbedeckung sollen an die Fußprothesen des Weltrekordhalters erinnern. Die auf dem Shirt abgebildete Jahreszahl 2012 entspricht dem Jahr, in dem Pistorius als erster beidseitig beinamputierter Athlet bei den Olympischen Sommerspielen teilgenommen hat.

In der Werbung für das Kostüm hält das männliche Model eine Spielzeugwaffe. Diese erinnert daran, dass Pistorius seine Freundin am Valentinstag durch die Badezimmertür erschoss. Das Portal "Sick Chirpse" beschreibt das Kostüm sogar als "einen starken Anwärter für das anstößigste Halloween-Kostüm 2017". Andere Tweets klassifizieren das Kostüm als "kriminell" und "Grenzen überschreitend". Ein anderer Twitter-User stellt die Frage in den Raum, ob "extreme Gewalt gegen Frauen jemals ein Witz oder eine Marketing-Strategie sein kann".

Angebot längst kein Einzelfall

Dies ist nicht das erste Mal, dass Verkäufer auf Amazon für Entsetzen sorgen. So hatte zuletzt eine "Sexy Burka" für Frauen für Aufsehen gesorgt. Das Pendant für Männer war ein weißes Kostüm mit Palästinenser-Kopftuch, angeklebtem schwarzen Bart sowie dunkler Gesichtsfarbe (pressetext berichtete: https://pte.com/news/20161007025 ). Ein Produkt, das als "neger-braunes" Handtuch angepriesen wurde, löste ebenfalls eine hitzige Debatte aus (pressetext berichtete: https://pte.com/news/20170704003 ).



Carolina Schmolmüller,
schmolmueller@pressetext.com



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