Sondereffekt rettet Bilanz von Tiefbauriese Bauer


Schrobenhausen (10.04.2015) -

Großbaustelle:
Konzern für 2015 zuversichtlich
(Foto: bauer.de)

Der oberbayrische Tiefbauspezialist Bauer https://bauer.de hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nach einem Verlust von 19,4 Mio. Euro ein Jahresergebnis von 15,7 Mio. Euro erwirtschaftet. Wie das Unternehmen mit Stammsitz in Schrobenhausen heute, Freitag, bekannt gegeben hat, kletterte auch das EBIT nach 30,1 Mio. Euro 2013 auf nunmehr 76,4 Mio. Euro - einem Sondereffekt ist dieser Umstand zu verdanken.

"Können nicht zufrieden sein"

Bauer hat 2014 im Oman 21 Prozent einer Tochter verkauft, was 36,5 Mio. Euro in die Kassen spülte. Trotzdem waren die vergangenen Monate operativ kein Zuckerschlecken für die Schrobenhausener. Umbaukosten für die Umweltsparte, Probleme bei der Sanierung eines Dammes in den USA sowie ein schwaches Geschäft beim Rohstoffabbau kennzeichneten das Jahr 2014. Der Umsatz legte trotzdem um 3,7 Prozent auf 1,56 Mrd. Euro zu.

"Das Jahr 2014 brachte einige Erfolge, aber insgesamt können wir nicht zufrieden sein", so CEO Thomas Bauer. Trotz vieler Schwierigkeiten wurden im Segment Maschinenbau wieder mehr Geräte verkauft, wobei sich das EBIT der zweitgrößten Sparte um 14,6 Prozent auf 32,2 Mio. Euro erhöhte. Im Bau-Bereich profiliert sich Bauer derzeit bei prestigeträchtigen Projekten wie dem Bau der längsten Brücke der Welt zwischen Hongkong und Macau.

Für 2015 verhalten optimistisch

Obwohl das Unternehmen 2014 einige lukrative Großaufträge verbuchen konnte, reduzierte sich das Nettoergebnis von 5,5 auf 1,9 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die Probleme beim US-Dammprojekt Center Hill. Auf 2015 blickt Bauer trotzdem verhalten optimistisch. Auf der Umsatzseite sollen rund 1,6 Mrd. Euro stehen, während sich das Ergebnis nach Steuern zwischen 18 und 23 Mio Euro einpendeln soll.

Der grundlegend positive Ausblick kommt nicht von ungefähr. Ein stabiler Auftragsbestand lässt durchaus Optimismus zu. Denn derzeit stehen Aufträge im Gegenwert von 762,7 Mio. Euro in den Büchern - alles in allem ein stabiles Niveau, das in etwa auf Vorjahreshöhe (765,2 Mio. Euro) liegt. Ohne die Krise in Russland und der Ukraine wäre er höher ausgefallen, gibt Bauer zu. Saisonal bedingt wird für das erste Quartal mit einem Verlust gerechnet.


pressetext.redaktion,
Florian Fügemann



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