Maschinenbau: Sulzer und Dresser-Rand vor Fusion


Winterthur/Houston (18.09.2014) -

Sulzer-Zentrale in Winterthur:
Gespräche mit Dresser-Rand,
(Foto: sulzer.com)

Der Schweizer Industriekonzern Sulzer https://sulzer.com hat Fusionsgespräche mit dem amerikanischen Maschinenbauriesen Dresser-Rand https://dresser-rand.com bestätigt. Das Unternehmen mit Sitz in Winterthur relativiert jedoch, dass die Gespräche nicht exklusiv sind und es keine Garantie gibt, dass es tatsächlich zu einem Abschluss kommt. Eigentlich hatte auch Siemens ein Auge auf den US-Konzern geworfen. Ob nun ein Bieterwettstreit bevorsteht, bleibt abzuwarten.

Zusammenschluss ab Oktober

Dass es sich bei den Gesprächen zwischen Sulzer und Dresser-Rand längst nicht mehr nur um gegenseitiges Kennenlernen geht, zeigt sich auch mit Blick auf das bereits eingeleitete Due-Diligence-Verfahren, bei dem beide Parteien bereits die Bücher prüfen, wie die "Handelszeitung" online unter Berufung auf "mehrere Quellen" berichtet. Kommt es nicht zu negativen Überraschungen, so sei ein Zusammenschluss schon im Oktober möglich. Das Prüfungsverfahren soll dem Vernehmen nach im ersten Quartal 2015 abgeschlossen sein.

Im Falle einer Fusion beziffert Sulzer das durch Synergien entstehende Einsparpotenzial auf 150 Mio. Franken (rund 124 Mio. Euro). Auch bei anstehenden Personalentscheidungen scheint man sich bereits einig zu sein: Neuer Verwaltungsratspräsident soll Sulzer-Präsident Peter Löscher werden. Verquickungen kommen nicht von ungefähr: Löscher ist Delegierter der Beteiligungsgesellschaft Renova. Oligarch Viktor Vekselberg besitzt Renova und ist auch bei Sulzer Ankeraktionär und somit eine bestimmende Kraft. Er hält ein Drittel am Konzern.


pressetext.redaktion,
Florian Fügemann



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