Aktuelle Studie des Controller Instituts


Wien (23.02.2016) -

Mirko Waniczek, Panel-Autor
(Foto: Controller Institut)

Controlling kann wirken, aber nur, wenn man es lässt. Das zeigen aktuelle empirische Ergebnisse des Controlling-Panels: Controlling wird in strategischen Entwicklungsprozessen, Investitions- und Projektentscheidungen sowie Aufgaben des Beteiligungsmanagements noch zu wenig "gehört". Dass Controlling aber auch über das reine Bereitstellen von Zahlen erfolgreich wirken kann, darüber spricht Mirko Waniczek, Controlling-Experte im Controller Institut, am 36. Österreichischen Controllertag, der heuer unter dem Titel "Achieving more with less - Wirkungsvolles Controlling" am 3. und 4. März 2016 in Wien stattfindet. Waniczek, der auch fachlicher Leiter des Controllertags ist, präsentiert dort die Ergebnisse des Panels.

Erstmals antwortet das Top-Management
"Um ein möglichst klares und umfassendes Bild zu erhalten, was Controlling wirklich leistet, haben wir uns diesmal entschieden, nicht nur das Controlling, sondern auch die Controlling-Kunden zu befragen", sagt Mirko Waniczek. "Damit ist es möglich eine Kundensicht darzustellen und mit dem Selbstbild des Controllings zu vergleichen." Neben den Controlling-Leitern wurden erstmals also auch die Vorstände der österreichischen Top-600-Unternehmen befragt. Somit wird nun auch eine Außensicht des Top-Managements auf das Controlling gewährleistet. Mit 27,3 % Rücklauf bei Controlling-Leitern und 6,2 % Rücklauf bei Vorständen ist man im Controller Institut sehr zufrieden. Seit knapp zehn Jahren führt das Controller Institut eine umfassende Erhebung zu aktuellen Controlling-Trends durch. In der aktuellen Panel-Auflage liegt der Schwerpunkt der Studie auf der Beurteilung der Controlling-Performance, denn gerade die aktuell turbulenten Zeiten erfordern ein aktives, wirkungsvolles Controlling und eröffnen Chancen die Controller-Rolle von der dominanten Finanzfunktion zum Rollenbild eines internen Beraters neu zu positionieren. Folgende Themen sind im Panel behandelt worden: Intensität der Zusammenarbeit zwischen Controlling und Management, Zufriedenheit des Managements mit der Controlling-Leistung sowie Einbindung des Controllings in Entscheidungs- und Strategieprozesse.

Controlling positiv bewertet
"Analysiert man die Befragungsergebnisse, so zeigt sich im Management wie auch bei den Controllern ein sehr positives und kongruentes Bild hinsichtlich der Beurteilung des Controllings als Finanzfunktion. Dennoch bleiben manche Aufgaben dem Controlling bis dato verwehrt, insbesondere gilt dies für den Strategieprozess", weiß Waniczek. Unterschiedliche Einschätzungen gibt es auch in der Einbindung des Controllings in Entscheidungsprozesse. Das Management sieht diese deutlich intensiver, als die Controller selbst. Aber: Controller haben offensichtlich ausreichend Zugang zu den Top-Entscheidern in Business-Funktionen. 88 % der Manager und 90 % der Controller geben an, dass Controller-Services im Rahmen persönlicher Kontakte in Anspruch genommen werden. Jeder dritte Top-Executive ist mit dem eigenen Controlling wunschlos glücklich, jedoch wird das Controlling eher passiv wahrgenommen und nicht als Treiber von Veränderungen. 40 % des Managements wünschen sich hier eine aktivere Rollenwahrnehmung, 46 % vernetzteres, ganzheitlicheres Denken. Resümierend meint Waniczek: "Aus Controlling-Sicht wurde also viel erreicht, es ist aber noch einiges an Entwick-lungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten, damit Controller in Geschäfts- und Entscheidungsprozesse intensiver eingebunden werden."

Linktipp: https://www.controllertag.at


Controller Institut GmbH,
Michaela Sramek



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